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Preparing for the European Board Examination in Emergency Medicine

Historische Entwicklung

Die Entwicklung der klinischen Notfallmedizin in Europa nimmt ihren Ursprung in Großbritannien während der Nachkriegsjahre 1952/53 [1]. Dennoch führte erst der „Platt Report“ von 1962 [2] dazu, dass die Notwendigkeit einer gesonderten ärztlichen Weiterbildung in der Akutversorgung von Schwersterkrankten und –verletzen anerkannt wurde und es 1967 zur Gründung einer ersten eigenen Fachgesellschaft kam. Jedoch erst drei Jahrzehnte später (1998) erfolgte dann die Anerkennung als eigenständige Fachdisziplin mit einer eigenen Weiterbildungsordnung.
Die europäische Fachgesellschaft für klinische Notfallmedizin (European Society for Emergency Medicine, EuSEM) wurde 1994 als Vereinigung von Individuen gegründet [3]. Ab 2005 erfolgte dann zunehmend die Aufnahme von nationalen Fachgesellschaften für klinische Notfallmedizin im Rahmen einer europäischen Föderation. Aktuell existiert die klinische Notfallmedizin in 17 europäischen Mitgliedsstaaten als eigenständige Gebietsbezeichnung (Facharzt) und in wird in fünf weiteren als Zusatzbezeichnung geführt [4]. 2009 erfolgte die Veröffentlichung des sog. European Core Curriculum for Emergency Medicine durch die europäische Fachgesellschaft [5]. Eine deutsche Fassung dieses Weiterbildungscurriculums liegt seit 2012 vor [6].
Im Oktober 2010 gründeten EuSEM und die UEMS Sektion für Notfallmedizin eine Arbeitsgruppe mit der Zielsetzung, eine europäische Diplomprüfung für klinische Notfallmediziner zu etablieren. Diese sollte auf den Kriterien und Standards des sog. Council for European Specialist Medical Assessments (CESMA) basieren [7,8] und somit langfristig zu einer Harmonisierung der Weiterbildung in klinischer Notfallmedizin innerhalb Europas führen. Drei Jahre später – im November 2013 – wurde zum ersten Mal der schriftliche Teil (Part A) der europäischen Facharztprüfung (European Board Examination in Emergency Medicine, EBEEM) in fünf europäischen Ländern (Deutschland, England, Belgien, Italien und Malta) abgehalten. Im Mai 2014 folgte dann ebenfalls erstmalig der praktisch-mündliche Teil (Part B) an der Universität von Piemont in Novara, Norditalien.
Anfang 2015 erfolgte schließlich die Umbenennung der EBEEM-Arbeitsgruppe in die „Emergency Medicine Reference Group for Europe“ - kurz EMERGE.
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Literaturangaben:
1. College of Emergency Medicine (2008): Landmarks in the development of the specialty. http://www.collemergencymed.ac.uk/College/Background%20to%20the%20College/Landmarks%20in%20the%20development%20of%20the%20specialty.
2. Health Service Review (Blog) (2012): The beginnings of emergency medicine in the United Kingdom.
http://thedestructionofbritain.blogspot.de/2012/06/the-beginnings-of-emergency-medicine-in.html.
3. Williams D (2004) Whither EuSEM. Eur J Emerg Med 11:307-8.
4. Petrino R, Brown R, Härtel C et al. (2014) European Board Examination in Emergency Medicine (EBEEM): assessment of excellence. Eur J Emerg Med 21:79–80.
5. Petrino R (2009) A curriculum for the specialty of emergency medicine in Europe. Eur J Emerg Med 16:113-4.
6. Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notaufnahme (2012): Europäisches Curriculum für Notfallmedizin.
http://www.eusem.org/cms/assets/1/pdf/curriculumgerman.pdf.
7. UEMS (1993) Charter on Training of Medical Specialists in the European Community.
http://www.uems.eu/__data/assets/pdf_file/0017/1484/906.pdf.
8. Council for European Specialist Medical Assessments (2007): Glasgow Declaration.
http://www.uems.eu/__data/assets/pdf_file/0009/1242/Glasgow_Declaration_-_February_2007.pdf.