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Preparing for the European Board Examination in Emergency Medicine

Prüfungsvorbereitung

EBEEM basiert ausschließlich auf dem europäischen Curriculum für Notfallmedizin [1]. Zudem empfehlen sich für die Prüfungsvorbereitung die verschiedenen Standardwerke der klinischen Notfallmedizin [2-4] bzw. Online-Bibliotheken und Lernsysteme [5]. Zusätzlich sollte ein fundiertes Wissen der einschlägigen Versorgungskonzepte des European Resuscitation Council (ALS®, EPLS®, ETC®) oder der vergleichbaren nordamerikanischen Leitlinien (ACLS®, PALS®, ATLS®) vorliegen. Auch die Behandlungsempfehlungen und Leitlinien europäischer und internationaler Fachgesellschaften müssen beherrscht werden, z.B.

  • Akutes Koronarsyndrom, ST-Hebungs- und Nicht-ST-Hebungsinfarkte,
  • Vorhofflimmern,
  • Hypertonus,
  • Synkope und Schwindel,
  • Atemwegserkrankungen und Pneumonie,
  • Kopfverletzungen und Schädel-Hirn-Trauma,
  • Meningitis und Sepsis-Management,
  • Fieber bei Kindern und kindliche Fieberkrämpfe,
  • Schmerztherapie nach Stufenschema und Analgo-Sedierung
Abschließend empfiehlt sich zumindest ein Basiswissen hinsichtlich des Managements des Massenanfalls von Verletzten (MANV), des generellen Katastrophenschutzes sowie der Seuchenbekämpfung.
Entscheidend ist auch, dass alle Prüfungsstationen in strukturierter Art und Weise angegangen werden und laut gedacht wird, so als ob man als Rollenmodell für einen jüngeren Kollegen agiere.
Ein nicht unwesentlicher Anteil am Prüfungserfolg während des klinisch-praktischen Teils entfällt auf die richtige Prüfungstechnik. Insbesondere, da es ja nicht nur um die Vermittlung des theoretischen Fachwissens sondern vielmehr um die Demonstration von effizienten Arbeitstechniken, gutem Kommunikationsstil und angemessenem zwischenmenschlichen Verhalten geht. Zusätzlich sollten die Prüfungsteilnehmer mit der Simulation von Reanimationsszenarien und klinischen Alltagssituationen vertraut sein, da diese einen Großteil der OSCE-Stationen ausmachen. Entscheidend ist auch, dass alle Prüfungsstationen in strukturierter Art und Weise angegangen werden und „laut gedacht“ wird, so als ob man als „Rollenmodell“ für einen jüngeren Kollegen agiere, um den außenstehenden Prüfern Einblick in die ja sonst im Stillen stattfindenden Gedankengänge zu gewähren. Nicht zuletzt ist auf die Einhaltung einfacher Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Handschuhe, ggf. Kittelisolation), Höflichkeitsregeln (kurze Begrüßung des vermeintlichen Patienten/Angehörigen) und professionelles Verhalten zu achten. Nur so kann die größtmögliche Punktzahl innerhalb der jeweiligen Bewertungsmatrix erreicht werden. Beispiele für Erwartungshorizonte für verschiedene OSCE-Stationen finden sich z.B. auf den Prüfungsvorbereitungsseiten der RCEM-Homepage [6].
Von den Diplomprüfungen anderer europäischer Fachgesellschaften (z.B. EDICS, DEAA) ist bekannt, dass insbesondere Teilnehmer ohne vormalige anglo-amerikanische Prüfungserfahrung mit dem o.g. Prüfungsformat Schwierigkeiten haben, da sich dieses doch sehr von der Struktur herkömmlicher deutscher Facharztprüfungen unterscheidet.

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Literaturangaben:
1. Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notaufnahme (2012): Europäisches Curriculum für Notfallmedizin. http://www.eusem.org/cms/assets/1/pdf/curriculumgerman.pdf.
2. Tintinalli JE, Kelen GD, Stapczynski JS, Ma, OJ, Cline DM (Hrsg) (2010) Tintinalli’s Emergency Medicine . 7
th ed. New York: McGraw-Hill.
3. Wyatt JP, Illingworth RN, Graham CA, Hogg K, (Hrsg) (2012) Oxford Handbook of Emergency Medicine. 4th ed. Oxford: Oxford Medical Handbooks.
4. Fleischmann T (Hrsg) (2011) Klinische Notfallmedizin: Zentrale und Interdisziplinäre Notaufnahmen. 1. Ausgabe München: Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag.
5. College of Emergency Medicine (2015): Electronic Learning Initiative for Emergency Medicine.
http://www.rcemlearning.co.uk.
6. College of Emergency Medicine (2013): Clinical Skills Development Checklist.
http://www.collemergencymed.ac.uk/CEM/document?id=7526.